Unsere Besuche in den Tierheimen. Eigendlich war es ja unser Urlaub.
Zuerst waren wir im Tierheim Gyömrö, welches ohne irgendeine Unterstützung geführt wird.
250 Hunde sind dort im Schnitt, viele davon nicht vermittelbar, da sie vorher soviel Schlechtes erlebt haben.
Viele Tierheime in Ungarn habe ich ja noch nicht gesehen, aber hier ist so viel Elend, die Hunde haben zwar Schutzhütten, aber keine Decke darin.
Nur wenige Zwinger sind überdacht und das auch nur mit einem schmalen Streifen, der mal gerade eben die Hundehütten etwas trocken hält.
Blumen kosten kein Geld, können aber über das Elend nicht hinwegtäuschen.

Ich wünschte ich wäre Millionärin
Zu fressen bekommen die Hunde nur Küchenabfälle aus wenigen großen Hotels in Budapest.

Ein Puli und ein Kommondor hatten so verfilztes Fell, voller Dreck. Sie lassen sich aber nicht scheren. Bei dem Puli konnte ich schon sehen, dass das Hautbild darunter nicht ok ist.
Ich habe 100€ dagelassen, damit die Beiden beim Tierarzt unter Narkose geschert werden können.
Beide Rassen sind ja eigentlich bekannt dafür das man sie nie geschert, dass sie so genannte Rastazöpfe haben und diese im Grunde auch sauber sind. Aber hier musste es sein.
Ich habe heute die Info bekommen, dass sie schon geschoren sind.
Und dann ist mir da Old Boy über den Weg gelaufen, bzw. er lag da regungslos im Zwinger. Er scheint ein DD zu sein.
Frau Maszló sagte es ist der einzige Hund hier der todunglücklich ist mit der Situation und diesen Eindruck hatte ich auch.
Ich habe gefragt ob ich in den Zwinger gehen darf und ich durfte.
Old Boy stand auf und hat die Streicheleinheiten genossen, er hat sich aber immer wieder von dem kleinen Hund der mit ihm dort lebt, wegdrängen lassen.

Ich habe Old Boy versprochen ihn dort raus zu holen.
Bilder habe ich vor Aufregung mal wieder vergessen zu machen, aber ich glaube das ist diesmal auch gut so.
Ein Futterbild habe ich zwar, aber wird das sehen will sollte die Tage auf unsere Homepage gehen. Ich kann es selbst kaum anschauen. Habe sofort wieder den Geruch in der Nase.
Schade dass wir nur so ein kleiner Verein sind und nicht überall helfen können. Wir werden aber die Hunde von dort die gut vermittelbar sind, versuchen in ein gutes Zuhause zu bringen. Und das Tierheim dann mit der Schutzgebühr zu unterstützen.
Am nächsten Tag waren wir dann in Siofok
Dort herrscht auch wieder eine Belegung bis zum platzen. Wir haben in unseren Urlaubstagen in Ungarn so viele Streuner wie noch nie gesehen. Man spürt dass die Menschen noch weniger Geld haben, durch die Wirtschaftskrise. Viele haben Angst vor Arbeitslosigkeit und da sind die Tiere die Verlierer.
Siofok hat wieder 250 Hunde und es könnten noch mehr sein, aber es ist kein Platz.
Ahmed ist noch da und Berci ist doch nicht vermittelt.
10 Vizslamixwelpen sind auch da. 8 davon haben wir übernommen und die Suche für ein neues Zuhause geht los. 2 wurde von einem anderen Verein übernommen.
Leider fingen sie an zu husten und jetzt heißt es bangen, dass alle durch kommen. Ich habe Zsuzsi die Zusage geben das wir für die Medikamente aufkommen.
Und in Planung steht, dass wir sie Ende Oktober/Anfang November holen, dann sind sie ausreisefertig.
Aber es ist schon ein Knaller, was für Farben bei Mischlingen rauskommen.
Die Mutter ist ein Magyar Vizsla und der Vater ein kurzhaariger gleichgroßer Schäferhundirgendwasmix.
Die hellen Welpen sind bei dem anderen Verein
Die Kosten für die Kastration der Hündin haben wir auch übernommen. Janos kennt die Frau der die beiden Elterntiere gehören.
Vischeltypisch sind die Babys auch, sie waren nicht aus der Futterküche zu kriegen, weil es am morgen geregnet hatte und draußen war es dreckig.
In der Krankenstation saß Pistike dessen OPkosten wir ja übernommen haben, er hat jetzt Halbzeit. In 6 Wochen kommen die Fixierungen an seinem Bein wieder ab. Und in der Gitterbox saß eine Hündin, die am Tag zuvor von jungen Leuten an einer Motorkrossstrecke mit Strick um den Hals in einem Wasserloch gefunden wurde.
Anschießend sind wir nach Vezsprem in die Auffangstation, wo Panna und ihre Welpen waren.
Da leben die beiden jungen Leute wirklich mit 40 Hunden in einem Minihaus, also so 20qm mit den Hunden plus einem Schlafzimmer, was sie sich mit Bator teilen, damit er, wenn er Nachts einen Anfall bekommen nicht von den anderen Hunden angefallen wird.